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Lampersdorf

Namensherkunft:

 

Gemeinsamer Lehnvater „Lampertus“, ebenso wie Lampertswalde. Auch „Lampersdorff“ (1428) und „Lamprechstorff“ (1495) genannt, was etwa soviel wie „Dorf des Lamprecht“ bedeutet.


Ersterwähnung:

 

Urkundliche Ersterwähnung 1428 und damit Jüngster der Wermsdorfer Ortsteile.


Ortscharakteristik:

 

Der Grundriss des Ortes entspricht einem „Haufendorf“, gelegen an der Verbindungsstraße S 38 (Oschatz – Grimma). Ursprünglich „Einnahme“ für die Oschatz – Grimmaer Chaussee. Im Haus Oschatzer Straße 228 wurde damals das Chausseegeld kassiert. Das Filial von Collm, stand ehemals unter der Gerichtsbarkeit des Rittergutes Saalhausen, entwickelte sich aber durch die vielen neu entstandenen Bauerngüter zu einem freundlichen und belebten Dorf.

 

In früherer Zeit hat es viel Unglück erfahren. So hat Lampersdorf innerhalb 9 Jahren sechs mal Feuersnot und einmal totalen Hagelschlag erfahren. Im Herbst 1830 brach ein Feuer in der Nähe der Kirche aus, wobei diese in größter Gefahr schwebte, indem schon die Haube des Turmes inwendig zu brennen anfing und welches nur mit Mühe gelöscht werden konnte.

 

Das letzte aber auch größte Feuer brach den 13. Juni 1834 nachmittags 4 Uhr aus; bei einem heftigen Winde griff es mit reißender Schnelle um sich, sodass in kürzester Zeit 7 Wirtschaften und die Schule zerstört wurden. Ein Todesopfer war zu beklagen und eine Gedenktafel erinnert: „F. G. Herrmann verunglückt am 13. Juni 1834“ am Seitengebäude Oschatzer Straße 217.

 

1835 war die Einweihung der neuaufgebauten Schule. 1938 – Einweihung der gemeinsamen Schule von Collm und Lampersdorf, gelegen in der Mitte der die beiden Orte verbindenden Straße (Grundschule Collm – Lampersdorf).

 

Haupterwerbszweig für die Bürger war die Landwirtschaft (z. B. 1936 19 Güter, 1965 2 LPG’s). Um die Jahrhundertwende 1800/1900 – erste Ansiedlungen von Gewerbe: 1886 Schmied Hermann Kresse, 1888 erste Gaststätte, 1897 Bäcker Clemens Richter (heute noch Bäckerei in 4. Generation). Weiterhin Schlosser, Fuhrunternehmer, Bauunternehmer, Tischlerei, Sattlerei. Heute gibt es nur noch den Elektrofachbetrieb Axel Grüneberg.

 

Das kulturelle Leben in der Gemeinde wird entscheidend geprägt von der sehr aktiven Ortsfeuerwehr.


Sehenswert ist die Lampersdorfer Kirche. Die Kanzel ist ein interessantes Bauwerk. Sie erhebt sich in einer Wand, die sich hinter dem Altar aufbaut.

 

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Sehenswertes:

 

Traditionen / Feste:

  • Maibaumstellen

  • Teichfest

  • Weihnachtsbaumstellen

 

Vereine:

  • Landfrauentreff Collm – Lampersdorf

  • Freiwillige Feuerwehr

 

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