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Franzosengrab am Lindigt

Franzosengrab am Lindigt

Es steht in der Nähe des Horstsees mitten im Lindigt.

 

Ein kleiner Wanderweg führt vom Parkplatz am Horstsee an den alten Hügelgräbern vorbei zu dieser alten Gedenkanlage.

 

Es ist ein stiller Ort, dem man seine Geschichte die 1791 begann, nicht mehr ansieht: Das seit der Plünderung unbenutzte Hauptpalais der Hubertusburg wurde 1791 zur Errichtung eines Militärmagazins bestimmt.

 

Am 13. Juli 1813 erschien ein französischer Kriegskommissar vor dem Hospitaltor, um zusätzlich ein französisches Lazarett für 4000 Mann zu errichten. Das meiste Leid drängte sich in der Hubertusburg nach der Völkerschlacht bei Leipzig zusammen. Viele erlagen ihren Wunden, andere starben an Nervenfieber.

 

Täglich nahte ein Strom von Verwundeten und einen Großteil von Toten karrte man zum Lindigt am Horstsee, wo Massengräber die unzähligen Opfer des Völkerringens aufnahmen. Wie viele im Hubertusburger Lazarett umgekommen sind, lässt sich nicht feststellen, die Zahlen schwanken zwischen 7000 und 13000. Das lag auch an der sorglosen, grausamen Behandlung durch die französischen Wundärzte. Morgens gingen sie durch die Räume, rissen die Zettel von den Betten ab und so trugen die Wärter die Toten in die Leichenkammer. Von dort wurden sie in das Massengrab im Lindigt gebracht. Ein Teil der Riesengräber ist mit Wald bewachsen.

 

Heute steht ein mächtiger Lindenbaum in der Mitte, und ein schlichter Gedenkstein erinnert den Wanderer an die hier ruhenden Toten.

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